Danke für tolle Aufführungen

Wir sagen Danke!

Danke an die Solisten, danke an Chor und Orchester, danke an alle Beteiligten vor und hinter der Bühne, danke an unser Publikum.

Auch in diesem Jahr konnten wir wieder viele Besucher in der Reithalle von Schloss Maxlrain mit unserer Oper erfreuen. Herrliche Stimmen, schauspielerisches Talent, ein stimmiges Konzept und ein dazu passendes Bühnenbild trugen zu unvergesslichen Abenden bei.


Presseartikel – L’elisir D’amore

Hurra, wir leben noch!; OVB, 18. Juli 2017

Kostprobe in der Galerie; OVB 13. Juli 2017

„Donizettis Liebestrank in Bad Aibling als Vereinsproduktion – Klassik aktuell – BR-KLASSIK – 12. Juli 2017“

Eine Verführung zum Leben; OVB 8./9. Juli 2017

Große Leidenschaft auf der Bühne; OVB 30. Juni 2017

Für 2017 „Manon Lescaut“ im Visier; OVB 20. Dezember 2016

Beeindruckender Abend im Zeichen von Oper und Operette; OVB, 19. November 2016

Stürmische Leidenschaft in der Reithalle; OVB, 20. Juli 2016

Generalkonsul bei „Pique Dame“; OVB, 20. Juli 2016

 


Inhalt – L’elisir D’amore

Hinweis: Text von Michael Stacheder 

L’elisir d’amore (Der Liebestrank)
Melodrama giocoso in zwei Akten von Gaetano Donizetti
Libretto von Felice Romani nach Augustin Eugène Scribe zu der Oper Le Philtre (1831) von Daviel François Esprit Auber

Eine Inszenierung für die Opernbühne Bad Aibling e. V. 

Meine Inszenierung von Gaetanos Donizetti L’elisir d’amore spielte in den ersten Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, zwischen 1946 und 1948, in einem Dorf oder einer kleinen Stadt, irgendwo in der Westzone unter amerikanischer Besatzung.

Hunger und Überleben bestimmen die ersten Nachkriegsjahre in Deutschland. Nur langsam geht es aufwärts. Man rappelt sich hoch aus den Trümmern, aus den Hinterlassenschaften von Diktatur und Krieg. Das Trauma Krieg hat sich in den Menschen und in der Welt, in der sie leben, eingenistet. Man arrangiert sich mit dem unsichtbaren, nagenden Bewohner, man verdrängt ihn. Eine gefühlsarme, kalte Welt. Für Träumer und Phantasten ist kaum Platz. Für die Liebe kaum Zeit. 

Nemorino, ein Niemand, geflohen aus den Ostgebieten. Gestrandet in einem Dorf im Nirgendwo, untergekommen in der Nähe seines Onkels. Ein Flüchtling. Nicht gern gesehen im Dorf. Ein Außenseiter. Das bisschen was man hat, braucht man selber. Da braucht man keinen Dahergelaufenen, einen Fremden. Nemorino hat ein Auge auf Adina, die Feine, Elegante, geworfen. Undenkbar, dass sie sich für ihn interessieren könnte! Voller Selbstzweifel geplagt, hängt er seine ganze Lebenshoffnung an das geheimnisvolle Elixier des Dulcamara, der Bittersüße, ein umherziehender Strizi, Kleinganove mit großem Herzen. Ein Geschichtensammler, Erzähler und Fallensteller, Theatergaukler und Überlebenskünstler. Ein wandelndes Chamäleon, der sich je nach Lage den Zeiten anpasst und sich mit den Gegebenheiten arrangiert. 

Adina, die sich für Literatur interessiert und damit innerhalb der einfachen Dorfgesellschaft auf wenig Verständnis stößt, hat durchaus Gefallen an dem jungen Flüchtling. Doch sie will sich ihre Gefühle nicht eingestehen. Ein Flüchtling! Was würde das Dorf dazu sagen? Einen Seelenverwandten hat sie dagegen scheinbar in Belcore, der mit dem schönen, aufrichtigen Herzen, gefunden. Der amerikanische Soldat, vom Dorf als Besatzer mehr geduldet als akzeptiert, schmeichelt ihr. Doch auch hier ist Adina sich ihren Gefühlen nicht sicher. Zu groß ist die Angst von beiden Männern verletzt zu werden. Sich selbst schützend, beginnt sie ein (gefährliches) Spiel mit der Liebe. 

Belcore wirkt selbst wie ein Gestrandeter, Heimatloser. Ein Versehrter, der nach dunklen Kriegserlebnissen eine große Sehnsucht, ja eine Gier, nach allem Schönen hat, verliebt sich in die Schönheit der Adina. Mit ihr hofft er, all das Schreckliche vergessen zu können. Dabei bemerkt er nicht, dass Giannetta, eine junge Frau aus dem Dorf, ebenfalls Gefühle für ihn entwickelt hat. 

Für Giannetta, die Freiheitsliebende, kam mit dem Ende des Krieges und den Besatzern die große Welt in das Dorf. Liebäugelnd mit dem einen oder anderen GI lernte sie schnell die Gesetze der Besatzung und nützt diese geschickt für ihre Vorteile. Ihr Ziel: raus aus dem Dorf, die weite Welt sehen. Ein amerikanischer Soldat hat ihr doch wohl mehr zu bieten, als so ein armer Tagelöhner aus dem Dorf! Die Schönheit und die Verführungen der Welt fest im Blick stürzt sie sich in das Gefühlschaos Belcore und in die Jagd nach dem geheimnisvollen Liebestrank des Dulcamara.


Besetzung – L’elisir D’amore

Intendanz: James Barnes
Dirigent: Richard van Schoor
Musikalische Assistenz: Margret Kahnt-Barnes
Regie: Michael Stacheder
Bühnenbild: James Barnes, Michael Stacheder
Kostüme: Michaela Reinel, Werner Böhm
Chorleiter: Hubert Dobl

Solisten

Adina: Doris S. Langara, Sopran
Nemorino: Santiago Sanchez, Tenor und Thomas Huber, Tenor im Wechsel
Belcore: Stephen Barchi, Bariton
Dulcamara: Jens Olaf Müller, Bassbariton
Giannetta: Katharina Wittmann, Sopran

Chor

Sopran: Astrid Beer-Staudenhechtl,  Marion Dierl, Veronika Eham, Veronika Hofmann, Evi Erb, Melanie Huber, Claudia Kafka, Christel-Sophie Görlach, Inge Riedl, Birgit Kölbl, Barbara Rajner, Christine Schreier, Ingrid Stout
Alt: Monika Cisch, Johanna Käs, Bernadette Scheffter, Jenny Frach, Anita Kügler, Sonja Lacher, Isolde Leidl, Uta Raß, Michaela Spötzl
Tenor: Michael Aimer, Helmut Pötzinger, Pierre Herrmann, Martin Becker
Bass: Werner Böhm, Roland Hofmann, Dr. Bernd Münch, Hubert Dobl, Reinhard Mager, Johann Neuhauser, Jan-Peter Schlesinger, Gottfried Thalmeier

Orchester

Violine I: Georg Jassenjawski, Marina Momeny/Kristina Kerestey, Vladimir Lakatos/Johanna Büdel, Andreas Messner, Cornelia Riepe, Marta Rando
Violine II: Regine Noßke, Renate Birner, Catalina Schreiber, Darko Vassiljevic, Dedze Mikelsone
Viola: Gertrud Rudhart, Marta Dachowska, Dietlinde Tränkler, Johanna Jonas
Violoncello: Walter Brachtel/Monika Fuhs, Gregor Babica, Anna Rehker, Ervin Rando,
Kontrabass: Robert Bischoff, Thomas Laar, Monika Aufschläger
Querflöte: Christiane Kneer, Alice Guinet
Oboe: Aliya Battalova, Jelisaveta Pesic
Klarinette : Anne-Maj Hammer, Livia Teuer
Fagott: Thomas Schibler, Wolfgang Piesk, R.Seidel
Trompete: Lisa Stacheder, Sebastian Hafner
Horn: Michael Gredler, Peter Blania
Posaune: Paul Niedermaier, Alois Kronast, Evi Rott
Harfe: Angelika Weber
Pauke: Barbara Öttl, Robert Schlee
Cembalo: Margret Kahnt-Barnes


Bildergalerie L’elisir d’amore

Eindrücke von der Hauptprobe.
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Fotos: Wolfgang von Hörsten