Saison 2015: Zwei Witwen von Bedrich Smetana

Opernbühne e.V. Bad Aibling / Maxlrain

Presseberichte zu Zwei Witwen


Opernsaison 2015: “Zwei Witwen” von Smetana

Die Opernsaison 2015 in Maxlrain bei Bad Aibling hat begonnen. Nach umfangreichen Diskussionen über die zu spielende Oper entschieden sich Intendanz und musikalische Leitung für “Zwei Witwen” von Bedrich Smetana.

Auf einem böhmischen Schloss leben zwei Witwen, eine davon die melancholisch gestimmte Agnes, die keinen neuen Mann mehr kennen lernen möchte. Es bedarf vieler Anstrengungen ihres Verehrers Ladislav, schließlich doch ihr Herz zu erobern. Zarte Melodien, wechselnd mit volksliedartigen Arien, geben der Oper ein besonderes Gepräge. Zur Uraufführung kam das Werk von Bedrich Smetana im März 1874 in Prag.

Als Regisseur konnte Stefan Kastner gewonnen werden, der im letzten Jahr bei “Turandot” die Rolle des Truffaldino gesungen hat. Die musikalische Leitung wird in bewährter Weise wieder Richard van Schoor übernehmen. Die Solisten werden in den nächsten Wochen ausgewählt.

Mit der Oper “Zwei Witwen” von Smetana wollen wir wieder eine unterhaltsame Oper mit niveauvoller Musik auf die Bühne der Reithalle des Schlosses Maxlrain bringen. Die Aufführungstermine sind im Juli 2015.


Bildergalerie – Turandot

Turandot (Ferruccio Busoni)
Oper in drei Akten nach Märchen von Carlo Gozzi
Uraufführung: 25. April 1926 an der Mailänder Scala

Fotos: Wolfgang von Hörsten


Applaus, Applaus für Turandot in Maxlrain

Nach der Premiere und 4 vollständig ausverkauften Vorstellungen ist die Aufführung von Busonis Oper Turandot in der Reithalle von Maxlrain zu Ende gegangen. Zuschauer, Solisten, Chor und Orchester sowie die Mitglieder der Opernbühne waren sich einig: Das war die beste Opernaufführung, die bislang in Maxlrain zu sehen war. Musik, Inszenierung, Kostüme, Bühnenbild und die künstlerische Darbietung durch Solisten, Chor und Orchester waren bestens aufeinander abgestimmt und machten die relativ unbekannte Oper Turandot von Busoni zu einem wahren Hör- und Sehgenuß.

Dank an alle Beteiligten, insbesondere James Barnes und seiner Frau Margret Kahnt-Barnes, Richard van Schoor und Julia Dippel sowie an alle, die mit viel Engagement und Können zu diesem besonderen Erlebnis beigetragen haben.


Presseberichte


Bildergalerie – Turandot (Proben)

Turandot (Ferruccio Busoni)
Oper in drei Akten nach Märchen von Carlo Gozzi
Uraufführung: 25. April 1926 an der Mailänder Scala

Fotos: Robert James Perkins


Vorbereitungen für Turandot laufen auf Hochtouren

Jeder der hoch motivierten Mitarbeiter der Opernbühne Bad Aibling weiß aus langer Erfahrung: Die letzten 2 Wochen vor den Aufführungen sind Stress pur. Chor und Orchester entsprechen noch nicht den Vorstellungen des Dirigenten. Die Kostüme sind zwar ausgesucht und anprobiert, aber dort zwickt es, dort fehlt ein Assessoir. Das Bühnenbild ist weitgehend fertig, an der Beleuchtung wird gearbeitet.

All das führt wieder zu Sonderschichten bei den Chorproben und zusätzlichen Kostüm- und Bühnenarbeiten. Manches Nervenkostüm zeigt sich angespannt. Am ehesten gelassen bleiben die Erfahrensten. Sie wissen, am Schluß klappt dann doch alles. Und im Moment des Schlußapplauses bei der ersten Aufführung sind alle Mühen und Sonderschichten vergessen.

Turandot - Probe

Turandot Proben

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Inhalt

Kalf, Prinz eines Reiches, das von Feinden erobert wurde, trifft in der Stadt Peing auf seinen verloren geglaubten Getreuen Barak. In Peking will sich der junge Prinz das Glück bei Hofe suche, doch der ist, so warnt Barak, eine “Trauerstatt”. Die Prinzessin Turandot läßt alle Prinzen, die um sie anhalten, köpfen, wenn sie nicht in der Lage sind, ihre drei Rätsel zu lösen. Und kaum hat Barak das, was sich ohnehin schon in der Welt herumsprach, erzählt, wird auch schon der letzte erfolglose Prinz, der von Samarkand, geköpft. Die schmerzerfüllte Königinmutter von Samarkand verflucht den Ort und wirft das Bildnis der todbringebden Turandot in den Staub. Barak warnt, aber Kalaf hebt das gefährliche Bildchen auf, singt von Liebe, will das Spiel wagen. Kalaf eilt in den Palast, an dessen Toren die Köpfe der vorangegangenen Freier aufgesteckt sind.

Truffaldino, Haupt der Eunuchen, richtet den Thronsaal für die nächste Prüfung her und singt ein Lob auf das Eunuchendasein, das frei ist von solchen Gefahren, denen sich die verliebten Prinzen aussetzen. Für Truffaldino sind die Prinzen, die ohne Frau nicht sein können, Schwächlinge. Zwar ist das Zeremoniell “immer erhebend”, wenn nur der unvermeidliche, blutige Ausgang nicht wäre. Aber Kaiser Altoum hat dem Konfutse geschworen, die Tochter gewähren zu lassen. Man glaubt, dass Kalaf ein Prinz ist, obwohl er seine Herkunft nicht verraten will. Der Kaiser, seine Minister, Panatloe und Tartaglia warnen. Der Prinz lässt sich indessen nicht einschüchtern: “Tod oder Turandot”. Der neue Prinz ist, so scheint es der Prinzessin, diesmal anders. Adelma, ihre vertraute Sklavin, kennt den Jüngling. Kalaf, obwohl beim dritten Rätsel von der Schönheit Turandots geblendet, weiss alle Antworten: Der menschliche Verstand, die Sitte, die Kunst. Die Doktoren nicken. Turandot, besiegt, will sich töten. Kalaf bietet ihr eine Lösung. Sie soll Raten: “Wer ist der fremde Prinz?”.

Hinter dem geschlossenenen Vorhang erklingen die Gesänge der Mädchen aus Turandots Frauengemach. Sie besingen ihre Lieben. Turandot hat eine ungewohnte Anwandlung. Zwar liebt sie den Prinzen, doch der Stolz befiehlt: “Turandot sterbe unberührt”. Truffaldnio wird ausgeschickt, den Prinzen zu erforschen. Zufällig erfährt er in einem Brief den Namen des Pinzen, den die eigensinnige Tochter nicht kennt, verrät ihn aber nicht. Auch auf das klagende Zureden des Kaisers hin will Turandot nicht aufgeben. Adelma verrät schließlich Turandot den Namen.

Der Trauermarsch, kündet er Kalafs oder Turandots Niederlage’ “Kalaf, Sohn des Timur, Du bist entlassen”. Die Prinzessin hat gesprochen. Kalf will gehen, um anderswo den Tod zu suchen. Turandot ruft ihn zurück und bekennt sich zu ihrer Liebe.